FRAUENSEE erzählt von einem langen Wochenende im Sommer auf dem Land. Die Protagonistinnen sind vier lesbische Frauen aus der Großstadt und aus der Provinz. Vier Lebensentwürfe und drei verschiedene Altersgruppen treffen aufeinander, mit unterschiedlichen Träumen, Zielen und Ansprüchen. Die Frauen reden, lachen, haben Sex, sind eifersüchtig und auch verletzend, erklären sich gegenseitig und versuchen zu verstehen. Lebhafte Diskussionen, ein allzumenschliches Beziehungsgeflecht. Ein Ausschnitt lesbischen Lebens im heutigen Deutschland. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Und das Porträt einer Landschaft.

Die Hauptfigur des Films ist eine Fischwirtin. Sie arbeitet an einem Ort, der Teil des größten zusammenhängenden Wassergebiets Europas ist: die Mecklenburger und Brandenburger Seenplatte. Das Seendreieck Vielitzsee, Gudelacksee und Wutzsee liegt 60 Kilometer nördlich von Berlin. Der Arbeitsalltag der Fischwirtin strukturiert die Erzählung. Auf dem Boot wacht sie über drei Seen, kontrolliert die Reusen, verhindert illegalen Fischfang. Die Fischerin ist mit einer erfolgreichen Architektin zusammen, die sich vor einiger Zeit einen Traum erfüllt und einen Bungalow direkt am See gebaut hat. Zu diesen beiden stoßen zwei junge, selbstbewusste Mädchen aus Berlin. Deren Lebensentwürfe und Vorstellungen sind noch vage. Ihr Berufsleben hat erst angefangen, sie überlegen noch, wohin ihr Weg geht, wo ihr Platz ist. Diese vier Frauen porträtiert der Film.

 

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